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Pressemeldung

IHK-Umfrage: Wirtschaft klar für Stuttgart 21


Datum: am 24.08.2011 um 11:05
Kategorie: Öffentliche Hand
Tags: Bau, Land


Erstmals Unternehmen zum Projekt befragt

Eine

überwältigende Mehrheit der Unternehmen im Südwesten spricht sich für das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart zusammen mit anderen IHKs in Baden-Württemberg durchgeführt hat. Zu ihrer Meinung über Stuttgart 21 wurden insgesamt 10.000 repräsentativ ausgewählte baden-württembergische Unternehmen befragt, davon rund 3.000 aus der Region Stuttgart. 3.100 Unternehmen, davon 1.100 aus der Region, haben sich an der Umfrage beteiligt - mit der hohen Rücklaufquote von 31 bzw. 35 Prozent gelten die Ergebnisse als repräsentativ.

„Fast 85 Prozent der Unternehmen in der Region Stuttgart befürworten das Projekt, zwölf Prozent sind dagegen“, sagt Dr. Herbert Müller, Präsident der IHK Region Stuttgart, bei der Präsentation der Ergebnisse. Dabei sprechen sich auch Kleinunternehmen zu mehr als drei Vierteln für das Projekt aus. „Die Zustimmungsquote bei den Großunternehmen liegt sogar bei 95 Prozent“, so Dr. Müller weiter. Auch auf ganz Baden-Württemberg bezogen befürworten rund 80 Prozent der Betriebe Stuttgart 21 und die Neubaustrecke.

Auf die Frage nach den Vorteilen und Risiken von S 21 benennt die Mehrheit der Unternehmen die Stärkung des Wirtschaftsstandorts (74 Prozent) sowie den verkehrlichen Nutzen (66 Prozent) als größte Pluspunkte. Zwei Drittel der Befragten sehen außerdem die Chancen für die Stadtentwicklung als wichtig an. Dr. Müller: „Damit wäre die im Raum stehende Kombilösung für die Unternehmen wohl wenig attraktiv.“ Mehr als die Hälfte der Befragten sehen weiterhin in S 21 große Vorteile für die Erreichbarkeit ihres Unternehmens durch den geplanten Flughafenbahnhof und die Neubaustrecke, einen besseren öffentlichen Nahverkehr in der Region sowie eine bessere Anbindung an die Landesmesse, den Flughafen und das ICE-Netz. Ein gutes Viertel der Firmen aus der Region schließlich erkennt in dem Projekt eine Chance für neue dauerhafte Arbeitsplätze.

„Dabei betrachtet die Unternehmerschaft das Projekt durchaus differenziert, was für Sachkenntnis und nicht etwa Zustimmung aus Prinzip spricht“, erläutert der IHK-Präsident. So befürchten die Betriebe in erster Linie, dass der geplante Kostenrahmen nicht eingehalten wird. Auch technische Probleme beim Bau und Nachteile für andere Infrastrukturprojekte im Land werden kritisch gesehen. Ein Fünftel der Unternehmen sehen Nachteile durch schärferen Wettbewerb und Umsatzeinbußen durch die Baumaßnahmen auf sich zukommen.

Im Durchschnitt erwarten sechs Prozent der Befragten derartige Umsatzeinbußen. Obwohl beispielsweise das Hotel- und Gastgewerbe mit 90 Prozent Zustimmung zu den größten Projekt-Befürwortern gehört, rechnet man dort sogar überdurchschnittlich häufig mit Umsatzeinbußen durch die Baumaßnahmen. Der Handel blickt zum Teil mit Besorgnis auf den schärferen Wettbewerb und weist wohl auch aus diesem Grund mit die geringste Befürworterquote auf.

„65 Prozent der Unternehmen befürchten, dass das Vertrauen in den Investitionsstandort Baden-Württemberg beschädigt werden könnte, wenn Stuttgart 21 verhindert würde“, erklärt Dr. Müller. Sogar fünf Prozent der Projektgegner folgten dieser Einschätzung. Dr. Müller weiter: „Unser Fazit: Die Wirtschaft braucht dieses Infrastrukturprojekt, Arbeitsplätze und Wohlstand im Land hängen in nicht geringem Maß davon ab.“

Diese Pressemitteilung und die Umfrageergebnisse stehen im Internet unter http://www.stuttgart.ihk.de, Dok.-Nr. 99182.

Die Vollversammlung der IHK Region Stuttgart spricht sich mit großer Mehrheit für S 21 und die Neubaustrecke nach Ulm aus. Für und Wider des Projektes wurden bei diesem Entscheidungsprozess gründlich abgewogen. Im Kreis der Mitgliedsunternehmen der IHK gibt es auch gegenteilige Positionen. Die Homepage der IHK (www.stuttgart.ihk.de) ermöglicht den Zugang zu Argumenten Pro und Contra.




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