
Kategorien
|
 |
Alle Kategorien |
 |
Ernährung, Nahrungs- und Genussmittel |
 |
Bauen, Renovieren, Heimwerken |
 |
Gewerbebedarf, Industrie |
 |
Textilien, Accessoires, Schmuck |
 |
Kunst, Kultur, Soziales, Bildung |
 |
Recycling, Entsorgung, Umweltschutz |
 |
Auto, Verkehr, Logistik |
 |
Beratung, Finanzen, Recht, Immobilien |
 |
Freizeit, Sport, Unterhaltung |
 |
IT, EDV, Telekommunikation |
 |
Gesundheit, Beauty, Wellness |
 |
Marketing, Werbung, Drucken, Setzen, Gestalten |
 |
Garten, Pflanzen, Tiere, Landschaftsbau |
 |
Handel, Dienstleistungen |
 |
Besondere Anlässe |
 |
Einrichten, Wohnen, Haushaltswaren |
 |
Öffentliche Hand |
 |
Gastronomie, Touristik |
|


|
 |

Pressemeldung Anzeige |
|
NextiraOne - Systemspezialist oder ein Fall für den Bundesrechnungshof? Datum: am 05.02.2010 um 18:22 Kategorie: IT, EDV, Telekommunikation
Pressemitteilung
NextiraOne - Systemspezialist oder ein Fall für den Bundesrechnungshof?
Wie u.a. das Portal für den Telekommunikationsmarkt für den 18. Januar 2010 meldete: „Nextiraone, Berlin, der führende Spezialist für Kommunikationslösungen in Europa, wird großen Anteil an der neuen Telekommunikationsstruktur der niedersächsischen Landesverwaltung haben: Die Nordcom Niedersachsen GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EWE Tel GmbH (Oldenburg) und zum Zweck der Durchführung des Auftrages des Landes Niedersachsen gegründet, hat Nextiraone Deutschland als Subunternehmen mit Aufbau, Service- und Betriebsleistungen der Sprachlösungen sowie der Netzinfrastruktur in den rund 2.150 Dienststellen des Landes beauftragt.“
Hannover, 05. Februar 2010. Auch im Jahr 2007 erhielt NextiraOne, als der führende Kommunikationsspezialist in Europa, den Auftrag für die Erstellung einer Hard- und Softwarelösung für High-tech- Kommunikationsmarketing inklusive Touch-Screen Technologie zur Umsetzung komplexer Vertriebsvorgänge.
Zwar ist der Auftraggeber, in diesem Fall ein Start-up-Unternehmen, nicht mit der Landesverwaltung Niedersachsens zu vergleichen, gleichermaßen wurden jedoch auch hier vom Auftraggeber Vertrauen und Zuversicht in die Erfüllung und Lieferung einer den Anforderungen entsprechenden Kommunikationslösung gesetzt.
Die in Auftrag gegebene Kommunikationslösung des Start-up-Unternehmens wurde im Vorfeld von allen Fachleuten, die Einblick in das Konzept hatten, hoch gelobt - und vom Markt mit Spannung erwartet, da die im Pflichtenheft beschriebenen Leistungen der Anlage bei Lieferung dem gesamten Vertriebsbereich im Kommunikationsmarketing zu mehr Effizienz verholfen hätten.
Der im Vorfeld des Auftrages durch das Start-up-Unternehmen geleistete Konzeptionierungs- und Kapitalaufwand war gewaltig.
Nunmehr droht das Projekt, als auch das Start-up-Unternehmen selbst zu scheitern -verursacht durch NextiraOne.
Zur Gründung 2007 hatte das Start-up-Unternehmen ein riesiges Marktpotential, Investoren und das definierte Ziel, binnen der nächsten fünf Jahre eine führende Vertriebsgesellschaft mit mehreren Hundert Mitarbeitern zu werden - jetzt, gut drei Jahre später, droht durch Schlecht- und Nichtlieferung von Soft- und Hardware-Komponenten, durch Abbruch und Einstellung der Fertigungs-Maßnahmen sowie einem eventuell auf Jahre angelegten juristischen Verfahrensweg durch NextiraOne das wirtschaftliche Aus für das Start-up-Unternehmen und seine Investoren.
Eingangs drängte der Vertrieb von NextiraOne massiv zum Vertragsabschluß, um den gut dotierten Auftrag über Hardware und die kundenspezifische Software zu bekommen. Bei Vertragsabschluß bestätigte NextiraOne die Installation der funktionsfähigen Anlage zum Frühjahr 2008, damit 100 Mitarbeiter an entsprechenden High-tech-Arbeitsplätzen ihre Tätigkeit aufnehmen können.
Im Vertrauen auf NextiraOne wurden 1000qm Bürofläche angemietet und ausstattet sowie die ersten 50 Mitarbeiter eingestellt. Die hohen monatlichen Fixkosten von über 250.000 Euro waren vertretbar, sollte doch ab April 2008 die Arbeit mit der Lieferung der Anlage aufgenommen werden.
Jedoch bereits ab März 2008 zeichnete sich für das Start-up-Unternehmen durch die nachlässige Arbeit des IT-Riesen der Beginn des wirtschaftlichen Desasters ab: zunächst präsentierte der Programmierer eine völlig ungeeignete Softwarelösung. Wesentliche Punkte der vertraglich vereinbarten Leistungen waren weder umgesetzt noch im Ansatz vorhanden.
Anfängliche Nachbesserungsversuche wurden von NextiraOne nach wenigen Wochen eingestellt. Neben den Softwareproblemen kam es bei der Hardware zu Lieferverzögerungen, Falsch-Lieferungen und Lieferausfällen. Die vor über zwei Jahren fest eingeplante Betriebsaufnahme ist bis heute nicht möglich.
Seit Ende August 2008 arbeitet NextiraOne nicht mehr an der Fertigstellung der Anlage und zeigt auch auf keinem geschäftsüblichen Weg Gesprächsbereitschaft, um zu einer konstruktiven Lösung zu kommen. Mittlerweile hat das Start-up-Unternehmen ein selbständiges Beweissicherungsverfahren erwirkt.
Nach dem Urteil eines gerichtlich bestellten Sachverständigen im selbständigen Beweissicherungsverfahren vor dem Landgericht Darmstadt sind:
1. Über 80% der im Pflichtenheft vereinbarten Leistungsmarkmale mangelhaft bzw. nicht vorhanden.
2. Die gelieferte Anlage weder durch Nachbesserung und/oder Programmieraufwand jemals in der Lage, die geforderten Leistungsmerkmale zu erbringen.
Das Gutachten ist zwar eine Basis für Schadensersatzansprüche, allerdings läuft die Angelegenheit auf ein wohl langjähriges Verfahren hinaus. Nach Aussage von Wirtschaftsanwälten ist dies häufige Praxis bei wirtschaftsstarken Unternehmen zur Schadensminimierung, da der finanziell Schwächere den Rechtsstreit meist nicht überlebt oder diesen erst gar nicht finanzieren kann.
Durch den sich in aller Öffentlichkeit als Kommunikationsspezialist mit „anerkannt ausgezeichneter Kundenbetreuung“ rühmenden IT-Riesen NextiraOne sind nunmehr unverschuldet Millionenschäden für das Start-up-Unternehmen entstanden, alle Mitarbeiter entlassen und es droht die Insolvenz.
Bleibt zu hoffen, dass durch die Auswahl des Systemspezialisten NextiraOne der Niedersächsischen Landesverwaltung nicht ähnliche Szenarien drohen, die sodann allesamt zulasten des Steuerzahlers und in diesem Fall wohl mal wieder in die Milliarden gingen.
Rolf Benzen, freier Journalist |
|
Unternehmen
|
Rolf Benzen |
|
Unternehmensform
|
Freiberufler |
Unternehmens- beschreibung
|
Freier Journalist
|
|
|
 |

Regionen
|

|
|